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Wenn die Zeit nicht alle Wunden heilt: Trauma verstehen und neue Wege gehen.

mit Dr. Sebastian Jongen, Oberarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Karl-Jaspers-Klinik

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Gespräche zur seelischen Gesundheit

Pro Jahr erfüllt mehr als jeder vierte Erwachsene in Deutschland die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Zu den häufigsten Krankheitsbildern zählen Angststörungen, Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen. Für die Betroffenen wie auch ihre Angehörigen sind diese Erkrankungen mit einem erheblichen Leidensdruck und massiven Einschränkungen im sozialen wie beruflichen Leben verbunden. Und doch sind seelische Erkrankungen noch häufig schambesetzt, über sie wird noch immer weniger offen gesprochen als z.B. über Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs. Die Karl-Jaspers-Klinik informiert mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Gespräche zur seelischen Gesundheit“ verständlich und praxisnah über Themen rund um die Psyche und ihre Erkrankungen.

Wenn die Zeit nicht alle Wunden heilt: Trauma verstehen und neue Wege gehen.

„Die Zeit heilt alle Wunden“...Dieser Satz ist oft gut gemeint, aber für Menschen mit traumatischen Erfahrungen bewahrheitet er sich häufig nicht. Im Gegenteil: Manchmal scheint die Zeit stillzustehen, und das Vergangene bricht immer wieder in die Gegenwart ein. Doch warum ist das so? Fernab von Fachchinesisch sprechen wir über die Fragen, was bei einem Trauma im Gehirn und im Körper passiert und warum dies eine logische Schutzreaktion und keine Schwäche ist.