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Beethovens Vermächtnis? Mit Beethoven im Exil

Mo | 19.10 | 19:30 - 21:00

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Dr. Anna Langenbruch, Institut für Musik, Universität Oldenburg

– „Also Stellungnahme zu Beethovens Vermächtnis? Haben Sie nicht selbst ein vielgelesenes Buch über Beethoven geschrieben?
– Es hat das Schicksal aller vielgelesenen Bücher erfahren, dass es nämlich noch mehr falsch als viel gelesen wurde. Nebensächliches wurde hervorgehoben, Wichtiges übersehen.“
So beginnt ein Gespräch über Beethovens überschriebenes Typoskript, das ich vor einigen Jahren in einem Pariser Archiv entdeckte. Beethoven-Rezeption mit doppelter Brechung also: Der Musikpublizist Paul Bekker eröffnet sein lange verschollen geglaubtes Buch Beethovens Vermächtnis, das um 1935 in einem deutschsprachigen Exilverlag in Paris hatte erscheinen sollen, im Gespräch mit sich selbst. Er verknüpft dabei seine eigenen Schriften zu Beethoven, insbesondere eines seiner meistgelesenen Bücher, die sehr populäre Beethoven-Monographie von 1911, mit einer Studie, die aufgrund ihrer komplexen Überlieferungsgeschichte bisher so gut wie niemand hat lesen können. Im Beethovenjahr 2020 soll dieses Buch nun wieder zu lesen sein. Der Vortrag verknüpft Überlegungen zur Beethoven Rezeption mit der Geschichte eines Buches und der Geschichte des deutschsprachigen Exils der 1930er Jahre.

Details

Datum:
Mo | 19.10 |
Zeit:
19:30 - 21:00
Eintritt:
Frei
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Veranstaltungsraum 1 [V1 5. Ebene]
Veranstaltungsraum 1 [V1 5. Ebene]