Pro Jahr erfüllt mehr als jeder vierte Erwachsene in Deutschland die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Zu den häufigsten Krankheitsbildern zählen Angststörungen, Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen. Für die Betroffenen wie auch ihre Angehörigen sind diese Erkrankungen mit einem erheblichen Leidensdruck und massiven Einschränkungen im sozialen wie beruflichen Leben verbunden. Und doch sind seelische Erkrankungen noch häufig schambesetzt, über sie wird noch immer weniger offen gesprochen als z.B. über Herz Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs. Die Karl-Jaspers-Klinik informiert mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Gespräche zur seelischen Gesundheit“ verständlich und praxisnah über Themen rund um die Psyche und ihre Erkrankungen.
Safewards: ein multiprofessioneller Umgang mit Konflikten in der psychiatrischen Behandlung
Dr. Ulrike Matthiensen
stellv. ärztliche Direktorin, Klinikdirektorin. Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie
Teresa Gersner (MBA)
Leitende Oberärztin. Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie
Johann Hillje
Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie, Karl-Jaspers-Klinik
In der Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen treten aus unterschiedlichen Gründen Konflikte auf, die sogar zu Gewalt und Zwang führen können. Das in England entwickelte Safewards-Modell zeigt, was Konflikte auslöst und was Behandlungsteam und Betroffene in der stationären psychiatrischen Behandlung zur Reduzierung von Gewalt und Zwang beitragen können. Die Referentinnen von der Station S4 der Karl-Jaspers-Klinik stellen die Arbeit mit Safewards vor und berichten, wie sich durch die Safewards-Interventionen die Behandlung auf einer geschlossenen Station verändert, wie Gewalt und Zwang zur Seltenheit werden und eine neue Art der Zusammenarbeit zwischen Betroffenen und Behandlungsteam entsteht.
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