mit Dipl.-Ing. André Sieland, Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Hannover
„Vor 200 Jahren begann Carl Friedrich Gauß eine Vermessung, die das ehrgeizige Ziel hatte, die Erddimensionen präzise festzulegen. Die als hannoversche Gradmessung bezeichnete Unternehmung wurde von zahlreichen Neuerungen auf praktischem und theoretischem Gebiet begleitet.
Die bahnbrechenden Ergebnisse führten dazu, dass die Gradmessung in der Folge als Triangulation über das gesamte Königreich Hannover ausgedehnt wurde. Vieles, was Gauß damals durch seine tiefe inhaltliche Befassung erforschte und entwickelte, ist der Geodäsie noch heute von Nutzen.
Der Vortrag stellt die Eckpunkte der epochemachenden Vermessung vor und macht das Publikum mit den mit ihr betrauten Personen bekannt. Durch einen Blick auf ihre Korrespondenzen werden die verschiedenen Charaktere der Protagonisten deutlich und auch die Nöte des Findens eines guten Quartiers, die Sorgen um schlechtes Wetter und die Klagen um die oft schwierigen Lebensumstände kommen hierbei zum Ausdruck.“

