mit Sarah May, Institut für Geschichte, Universität Oldenburg
Kaum eine Formel bündelt Vorstellungen amerikanischer Selbstgewissheit so prägnant, wie der Refrain des vielleicht bekanntesten Springsteen-Hits ‚Born in the USA‘ von 1984. Von hier aus richtet der Vortrag den Blick zurück: auf die krisenhaften Anfänge der Staats- und Nationsbildung, auf Sezession und Bürgerkrieg als existenzielle Bewährungsproben der noch jungen Staatengemeinschaft, auf ökonomische und politische Doppelkrisen ‚alte‘ und ‚neue‘ Deals und die wachsenden Vertrauensverluste in das politische System, die sich seit dem Ende des liberal Consensus immer deutlicher bemerkbar machen.
Ist die US-amerikanische Geschichte im Grunde nur eine Reihe permanenter Bewährungsproben? Wann wird der Ausnahmezustand zum Dauerzustand? Wie viel Einheit braucht eine Nation? Und wie viel Krise verträgt die Demokratie?
250 Jahre USA: Historische und aktuelle Perspektiven
Die Vereinigten Staaten begehen 2026 den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Die Veranstaltungsreihe nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, die Vereinigten Staaten in historischen und gegenwartsbezogenen Zusammenhängen zu betrachten. Themen sind prägende Stationen der Staatsentwicklung, ebenso wie aktuelle wirtschaftspolitische Debatten und ihre globale Bedeutung.
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